„Wasser predigen und Wein trinken“

Veröffentlicht am 12.09.2020 in Kommunalpolitik

Druckerei Stock im Visier des neuen Bürgermeisters

Mit der Redewendung von Heinrich Heine aus „Deutschland. Ein Wintermärchen“ setzen sich derzeit die Stadträte der SPD-Stadtratsfraktion auseinander und haben Bürgermeister Marcus Gradl aus gegebenem Anlass im Rahmen der Stadtratsitzung am 09. September damit konfrontiert.

Den Anlass hierzu gab der neue gewählte Rathauschef selbst, indem er der Druckerei Stock schon einmal die Erstellung der grafischen Aufbereitung des Druckerzeugnisses „Eschenbacher Stadtbote“ entzog und es an die Firma „Bild-Punkte“ aus Pommelsbrunn vergab; eine Ironie des Schicksals ist die Tatsache, dass dieselbe Firma den Wahlkampf des 1. Bürgermeisters gestaltete – „Ein Schelm, der Böses dabei denkt“.

Die Genossen im Eschenbacher Stadtrat intervenierten in Person von Bürgermeister a.D. Peter Lehr deutlich und vehement im Rahmen der Sitzung gegen die geplante Vergabe des Druckauftrags an die gleiche Firma aus Pommelsbrunn mit dem Vorwand des Kostenvergleichs. Peter Lehr rief Marcus Gradl nachdrücklich dazu auf, die geplante Vergabe nochmals zu überdenken und dem Firmeninhaber Sebastian Stock die Möglichkeit zu geben, über Nachverhandlungen den Auftrag in Eschenbach zu belassen.

Über viele Jahrzehnte ist die Druckerei Stock ein verlässlicher Partner der Stadt Eschenbach; sie stellt Arbeitsplätze zur Verfügung und ist Gewerbesteuerzahler, so Lehr, der die Druckerei in seinen 12 Jahren als Bürgermeister kennen- und schätzen gelernt hat. Der neu gewählte Bürgermeister, so Lehr in der Sitzung, möge also seinen Aussagen im Wahlkampf zur Stärkung der Innenstadt auch Taten folgen lassen und nicht wie von Heinrich Heine zitiert „Wasser predigen und Wein trinken“.

 

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